Archiv der Kategorie 'Bundesliga 2010/2011'

#9

Theorie ist rund.
Ball dauert 90 Minuten.
Alles andere ist saisonal.

SÜDKURVENSLALOM.
AND FINALLY: AUSGESCHLUMPFT – HENNES ROCKT DAS STADION UND VERABSCHIEDET SICH IN DIE SOMMERFERIEN.
(34. und letzter Spieltag dlS)

Hennes bläst zum großen Finale, und alle sind nochmal angetreten: Dank minimalster Punktunterschiede in der unteren Tabellenhälfte geht es am letzten Spieltag für so manches Team nochmal um die Wurst: Wer steigt ab? Wer bleibt erstklassig? Die Live-Tabelle im ZDF-Teletext verändert sich denn auch über die vollen neunzig Minuten im Fünf-Minuten-Takt. Am Ende macht Wolfsburg das Rennen, die Fohlen vom Betzenberg müssen in die Relegation, und Christoph Daum macht mit Frankfurt seine erste Abstiegserfahrung. Und Hennes? Der hat heute die Blauweißen aus Gelsenkirchen auf dem Rasen, die ihm eine Kirsche reinschlumpfen, während er ihnen lässig zwei Rosinen in den Teig rührt. Macht insgesamt drei Tore und drei Punkte für Hennes und damit Platz zehn in der Tabelle. Den gleichen Platz belegt denn auch die Lena am Abend beim European Song Contest. Das rockt.
Bilanz vonne Saison: Der Domstadtdude und seine Mannschaft gewinnen zuhause fast alle Spiele und sind damit in der Heimspieltabelle platztechnisch Vierte; auswärts dagegen verzocken sie 31 von 34 Spielen. – Solcherart gerechnet sind sie weitabgeschlagen Tabellenletzte. Kann man ja wohl unter Berücksichtigung der der Quantenmechanik eigentümlichen sogenannten Unschärferelation eine gewisse Faktizität der Theorie vom Hennes-Faktor nicht so einfach trocken wegwischen.
Sei´s drum.
Der Hennes macht jetzt Sommerferien. Der Autor auch.
See you next season!

14.05.2011

#8

Ball ist rund.
Tor ist eckig.
Alles andere ist Geometrie.

SÜDKURVENSLALOM.
IN DIESER AUSGABE: FAST WIE BEIM SEX: SCHON FERTIG, BEVOR´S ÜBERHAUPT ANGEFANGEN HAT. PAWLOWSCHE REFLEXE. GENDER. EIN GRUSS ANS ANDERE GESCHLECHT.
(33. Spieltag dlS)

Am Wochenende soll´s ja famosigstes Wetter geben. Da hat´s auf Garantie kein Bock (wie man so sagt) sich vorn PC zu setzen und ´ne Südkurve zu fabulieren. Darum haben wir hier einfach schon mal zwei Versionen für alle Fälle vorgeschrieben: eine für wenn Köln gewinnt, die andere für wenn nicht.

VERSION 1: KÖLN GEWINNT.
Kann man sich ja immer wieder drüber freuen, wenn die Kölnischen auswärts zaubern und die Theorie vom Hennes-Faktor als Schweizer Käse servieren. So auch am Samstag von heute, wo sie den Frankfurtern die Kappe langgezogen haben. Und für nächstes Wochenende wartet auf den Hennes dann ein ganz besonderliches Fresschen: Die Depriritter aus Gelsenkirchen haben sich angekündigt. Da jucken dem Hennes jetzt schon die Geweihspitzen.

VERSION 2: KÖLN VERLIERT.
Immerhin. Pünktlich zum nahenden Ende der Saison funkelt die Theorie vom Hennes-Faktor noch einmal in ihrer ganzen logischen und allgemeingültigen Reinheit. Köln kriegt in Frankfurt einmal mehr so richtig die Kappe langgezogen. Und für nächstes Wochende wartet auf den Hennes dann ein ganz besonderliches Leckerli: Die Depriritter aus Gelsenkirchen haben sich angekündigt. Da jucken dem Hennes jetzt schon die Geweihspitzen.
Apropos Schalke: Demnächst ist übrigens wieder Frauenfußballweltmeisterschaft. Kein Scheiß. So was gibt´s wirklich. Das ist Gender (sprich: dschänn-da). Gender besagt, daß Frauen das Gleiche können wie Männer auch (oder immerhin so ähnlich).
Das ist natürlich ganz großer Quatsch. Frauen können keine Kinder zeugen und Männer keine Kinder kriegen. Wenn die Männer die Kinder kriegen müssten, wär´ die Menschheit längste ausgestorben. Und wenn die Frauen die Kinder zeugen müßten erst recht.
Daß die deutschen Frauenfußballer immer Weltmeister werden, beweist übrigens nicht, daß die so gut spielen; vielmehr beweist es, daß der Frauenfußball in Deutschland viel mehr gefördert wird wie in der übrigen Welt, beispielsweise im Iran.
Frauen-Formel-Eins gibt´s allerdings auch hierzulande nicht, Gender hin, Gender her. Die sollen erstmal rückwärts einparken lernen.
Dann haut mal rein, Mädels. Aber lasst den Rasen heile…

06.05.2011

Nachtrag 07.05.2011.
Version 1 macht das Rennen: Die Colonier machen in Frankfurt in einem der fußballtechnisch unterirdischsten Spiele der Saison mit einem soliden zwei zu null den Sack zu, überholen mal wieder die Schalkos in der Tabelle und bleiben erstklassig. Die Blauweißen aus Gelsenkirchen dagegen verschlumpfen auch gegen die Gäste aus Mainz. Dem armen Neuer muss bestimmt schon ganz schwindelig sein, so häufig wie der sich in letzter Zeit umdrehen musste. Und nächstes Wochenende wird´s ja auch nicht besser. Neuers Neue dagegen verpassen der Roten Laterne von St. Pauli acht Kirschen und machen so, daß der Hennes nu auch nicht mehr die gruseligste Torbilanz der Liga aufweist. Bedankt, ihr Barzis. Und jetzt wieder raus inne Sonne…

#7

Ball ist rund.
Spiel dauert 90 Minuten.
Schale geht nach Dortmund.

SÜDKURVENSLALOM.
IN DIESER FOLGE: DER HENNES-FAKTOR ALS RELEVANTE GRÖSSE AUF DEM WEG ZUR DEUTSCHEN MEISTERSCHAFT ODER: HENNES MACHT DEN MEISTER. KEIN BOCK AUF SCHALKE. KLASSENKAMPF. VON NOTWENDIGEN UND HINREICHENDEN BEDINGUNGEN.
(32. Spieltag dlS)

Steilvorlagen für ´nen wendungsreichen Südkurvenslalom alldieweil, man musse nur gekonnt abzufangen wissen. Los geht´s: Man kann den Kölnern ja ´ne Menge vorwerfen; aber nicht, daß sie ( -Achtung!- ) kein Bock haben.

…???

Okay, dann eben nicht.
Hennes, der Meistermacher: Um Punkt 17 Uhr 9 Minuten und 55 Sekunden legt Novakovic den Gästen aus Leverkusen, die spielen, als hätten sie sich die gesamte Produktpalette ihres Hauptsponsors reingetan, zum zweiten Mal die Kirsche ins Netzchen und kredenzt den Dortmunder Borussen am vorvorletzten Spieltag den siebenten Meistertitel ihrer Karriere. So nett kann man auf Kölle sein. Fast noch netter geht´s auf Schalke zu. Manuel Neuer schleimt sich bei seinem neuen Club in spe ein, indem er viermal das Leder vorbeilässt. Fragt sich nur, ob die Bayern ihn in dieser Form überhaupt haben wollen. Die Gelsenkirchener Mannschaftskollegen machen ihrem Manu den Abschied allerdings nu wirklich nicht schwer: Drei verlorene Spiele in Folge, und eine Wetterbesserung ist nicht in Sicht. Mittwoch gibt´s bei ManU das Championsleague-Aus, und Köln steht auch noch auf der Schalker Agenda. Unter den Augen vom Hennes.
Rein rechnerisch kann Schalke übrigens tatsächlich noch absteigen. Dann müßte Frankfurt jedoch die letzten beiden Spiele mit einem Torplus von 12 Treffern gewinnen. (Klingt erstmal unwahrscheinlich; andersherum: Nächstes Wochenende spielen sie gegen Köln, und die kassieren auswärts gerne auch mal´n Sechserpack.) Auch Vauwehausen müßte beide Spiele gewinnen, Köln, Bremen und Stuttgart bloß eins (Welches das bei Köln sein wird, dürfte ja wohl klar sein.) und Schalke erwartungsgemäß beide verlieren.
Klassenkampf pur also in der unteren Tabellenhälfte und reichlich Stoff nicht nur für mathematische Kurvendiskussionen. Wir bleiben am Ball. Flachhalten ist alles.
Mal kucken, ob der Lütte sich morgen zur Arbeit kommen traut.

01.05.2011

#6

Ball ist rund.
Spiel dauert 90 Minuten.
Alles andere ist Theologie.

SÜDKURVENSLALOM.
DIESMAL: HENNES RELOADED ODER: EIN BOCK OHNE SCHAEFER. DAS KÖLNER TOR ALS OSTERKÖRBCHEN. ZWEITLIGATRÄUME. DER MANU ALS POLDI AUF SCHALKE. EIN WORT AN EIN PAAR GANZ SPEZIELLE LESER. (ODER: HONNI SOIT QUI MAL Y PENSE.) (STING HEISST ÜBRIGENS STING, WEIL ER IN DEN SIEBZIGERN IMMER SO´N S C H W A R Z G E L B GESTREIFTEN PULLI ANHATTE, WODRIN ER AUSSAH WIE ´NE WESPE; SAGT MAN.)
(31. Spieltag dlS)

Reisen hält jung. Das wissen wir nicht erst seit Einsteins Spezieller Relativitätstheorie (Stichwort: Speziell-relativistische Zeitdilatation), aber: Punkte bringen tut´s noch weniger. Zumindest auswärts greift der Hennes-Faktor munter weiter: Köln, frisch aufs Trainerkarussel aufgesprungen und den Schaefer Frank der Zentrifugalkraft anheimgestellt, kassiert vier Knickeeier ohne Füllung in Vauwehausen und macht eindrucksvoll seine Ansprüche auf einen Abstiegsplatz geltend. (Was die Tordifferenz angeht, sind ´se ja eh schon längste so weit.) Ist es angesichts derartiger Kalamitäten trostspendend, daß Schalke nach dem null zu eins gegen Kaiserslautern rein nominell auch immer noch absteigen kann?
– Nicht wirklich.
Die Fans haben dem Manu die Fahnenflucht ins Zelt von Feinkost Käfer ja angeblich verziehen. Podolski-Syndrom, klare Marie. (Notiz an mich selbst: Lütte Montag damit ärgern. – Ach ne, Montag ist ja frei…)
Dem Manu haben sie vergeben; dem FC Bayern allerdings nicht. Können manchmal ganz schön spitzfindig werden, so Ruhrpottler.
Apropos Schalke: Angeblich gibt´s hier regelmäßig Leser dieser Kolumne, die sind das nur wegen dem gelegentlichen Schalkebashing. Dortmunder nämlich. Tigerentenclub.
Schon erstaunlich, daß ´n Verein mit schwarz-gelben Farben unter ´ner schwarz-gelben Regierung die besten Aussichten hat, Deutscher Meister zu werden. Ein Schuft, wer Böses dabei denkt.
Was? CG Jung? Synchronizitätsprinzip? Das könnt ihr eurer Großmutter erzählen. Und außerdem ist die Platte von The Police. Und Sting heißt übrigens Sting, weil… – Ja, da leck´ mich doch einer…

24.04.2011

#5

Ball ist rund.
Spiel…
usw. usf.

SÜDKURVENSLALOM.
HEUTE: SCH…MÄH.
(30. Spieltag dlS)

Realität ist immer relativ, oder wie der Logiker sagt: Gibt immer ´ne Logik, man muss nur drauf kommen. Obwohl theoretisch völlig unmöglich, siegt Stuttgart auswärts gegen Köln mit drei zu eins. Et tu, Hennes? Wo dran hat´s also gelegen? Wetter war gut. Südkurve war voll. Nordkurve auch. (Von Stuttgart aus ist ja nicht weit.) Schäfer säuft Kaffee ausm Pappbecher. Philosophie ist, wenn man glaubt, dass man´s weiss, obwohl es nix zu wissen gibt. Reden wir also nicht drumrum: Der Hennes hat dies Wochenende wieder richtig scheisse gespielt. Aber so richtig. Also so langsam seh´ ich schwarz für den Hennes.
Selbst Poldi (!) sagt nach dem Spiel, dass das kein Fußball war, was die Kölner hier heute gespielt haben. Was es stattdessen war, sagt er aber nicht.
Vier Spieltage noch. Drei Punkte bis zu ´nem Abstiegsplatz.
Ein leises Mäh in Richtung Zweite Liga. Scheisse halt.

17.04.2011