Archiv der Kategorie 'DFB-Pokal / Champions League 2012/13'

DFB-Pokal Achtelfinale, Tag zwo: VfB Stuttgart vs. 1. FC Köln u. a. Plus: Das Babe des Monats Dezember. Und tschüss.

Klaus Allofs´ Fingernägel (die Füße hat er in so Schuhe gehabt) sind runtergekaut, nachdem Leverkusen achzig Minuten in Führung gelegen hat. Am Ende aber gewinnen die VW-Fahrer. Jetzt muß auch Allofs erstmal duschen.
Bochum tütet 1860 München ein, klebt ´ne Briefmarke drauf und schickt das Ganze als Weihnachtspost zurück inne Voralpen.
Dann wird´s spannend.
Dortmund legt zuhause gegen Hannover zwonull vor. Hennes versucht in Stuttgart gleichzuziehen, aber das ist einfacher als getan. Sprich: gesagt. Erstmal schießt Stuttgart ein Tor. Aber Hennes wäre nicht Hennes, wenn er sich davon groß bekümmern ließe. „Wer einsnull führt, der stets verliert“, sagt das Sprichwort. Kein Sprichwort ist wahrscheinlich häufiger widerlegt worden, aber Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel, zumindest bis Stuttgart das Zwonull macht.
Zu diesem Zeitpunkt führen sowohl Dortmund als auch Stuttgart zuhause mit Zwonull. Wenn das nicht nach Absprache riecht, gibt´s keine Olfaktorik.
Kurz vor der Pause macht Dortmund das Dreinull, aber Hennes reicht´s. Er zieht die Reissleine. In der Pause gibt´s für die Mannschaft Printen. – Aber nicht irgendwelche…
Zweite Hälfte. Juttas Sindelfingener Printen Spezial entfalten ihre Wirkung. Die Stuttgarter sind baff. So etwas haben sie noch nicht gesehen. Auch nicht Trainer Bruno, und der hat schon so einiges gesehen, nicht nur damals beim FC. Immerhin: Das Publikum hat seinen Spaß.
Und das ist doch das Wichtigste. Hannover ist raus, Dortmund weiter, Stuttgart auch, Hennes konzentriert sich im nächsten Jahr erstmal voll auf den Aufstieg. Miau.

Und nach dem Abpfiff
wurd´ allen klar:
Das, Freunde, war
das Fußballjahr.

***

„Die Wahl unserer Mittel hängt immer davon ab, ob wir selbst Spaß daran haben.“* – So sind se, die Frauen: Hauptsache Spaß.
Das man ihnen den aber auch mal gönnen sollte, beweisen wir jeden Monat aufs Neue mit unserer mittlerweile legendären Rubrik „Babe des Monats“. (Sicher: Susi Daubner hat sich wahrscheinlich auch was Anderes für ihren Lebensabend vorgestellt. – Aber so bleibt man immerhin im Gespräch.)
Ad rem.
Zuletzt war sie mit „Polizeiruf 110 – Die Gurkenkönigin“ (feat. Hennes in einer Nebenrolle als Bootsfahrer) im Rennen um den 3SAT-Zuschauerpreis 2012 (Gewonnen hat sie nicht, aber wir haben auch nicht mit abgestimmt); zudem hat sie uns neulich in Alexander Kluges achtstündiger Marx-Meditation „Nachrichten aus der ideologischen Antike“ mit einem fulminanten Appell zur Abschaffung der biologisch definierten Familie zu beeindrucken gewußt; dazu noch das Zitat am Anfang (hiervon) – Bescheidenheit macht klug (oder umgekehrt), und darum sei Sophie Rois** unser diesmonatiges Babe vom selbigen. Schon wieder ´ne Milf, mault Corinna. Was weiß die schon -.
Außerdem ist die Sophie Österreicherin, und auf so was stehen wir hier bekanntlich sowieso.
Und außerdem haben unsere Babes ja eh immer von Natur aus quasi so was gewisses, das kann man eh nicht in Worte fassen.
Und dann aber auch noch diese Stimme. – Die Frau könnte das Telefonbuch von Gelsenkirchen oder die Speisekarte von Hilde´s Pommes-Schmiede vorlesen, und man(n) bekäme vom bloßen Zuhören ´ne Erektion. (Und was für eine!)
Sophie Rois: Babe des Monats Dezember.
Wer ein Foto von Sophie mit Weihnachtsmannmütze auftreibt und uns schickt (@ siehe Impressum), tut zumindest einem winzigen Teil der Menschheit was Gutes.

* Interview, F.A.Z., 25.01.2010
** Nicht zu verwechseln mit Marco Reus. Der spielt bei Dortmund. Also Borussia.

***

Das war´s für 2012; auch wir verabschieden uns in die Winterferien. Hennes sagt Frohes Fest und Guten Rutsch. Anfang Februar geht´s weiter.

19.12.2012

DFB-Pokal Achtelfinale, Tag eins: Schlumpf & Schande am Stadtrand von Dortmund und andere Vorhersehbarkeiten

Es war einmal vor gar nicht allzu langer Zeit in einem winzigen, verwunschenen Land namens Gelsenkirchen, da lebte dort das Volk der Schlümpfe. Blau und weiß waren sie, und sie schlumpften tagein, tagaus, dass es eine wahre Wonne war. Papa Schlumpf gebot mit gütiger Hand über sein zipfelmütziges Volk, und Schlumpfine hatte als einzige Frau nicht nur alle Hände voll zu tun.
Doch dann ging plötzlich alles schief. Die Schlümpfe verschlumpften und verschlumpften, und Papa Schlumpf mußte zurück nach Holland, wo die Versuchung hinter jeder Coffeeshoptür lauert, sauber abgewogen und –gepackt, max. 5 Gramm pro Tag und Nase, also Lunge. Oh je. Und jetzt sind die Schlümpfe auch aussem DFB-Pokal raus. Dank Thomas „Ich werd´ kein Schlumpf; schon gar nicht Papa“ Tuchel. Ausgerechnet. Da hängen die Zipfel nun endgültig auf Halbmast. Noch schlimmer geht´s nimmer. Zumindest eine Mannschaft ist froh, dass endlich Winterpause ist, draußen, am Stadtrand von Dortmund.
Freiburg dagegen siegt souverän gegen den KSC; die Augsburger Puppenkiste droht Mario Gomez mit Urmel aus dem Eis und Baby Hübner („Katze mit Hut“), aber Mario lächelt nur müde. Er kommt aus Spanien. (Ne, stimmt nicht. Gomez ist Schwabe. Die sind angeblich noch geiziger als die Schotten. Gönnen keinem gar nix. Aber egal.) Augsburg verliert souverän. Mario lächelt.
Unsere Lieblinge heute sind jedoch die Kickers Offenbach, kurz: K. O. Tja, Norbert Meier – das hättste nicht gedacht.
Is´ aber.
Tschüss, Düsseldorf. – Hat schon seinen Grund, dass euer Ort so heißt, wie er heißt.

18.12.2012

DFB-Pokal, Runde Zwo: Wormatia Worms oder: Wer so´n bescheuerten Namen hat, kriegt keine Schonung. Bonus: Babe des Monats November

Wormatia Worms? – Tach auch, sehr erfreut. Wir wären dann mal die Colonia Köln.
Ja, ne, man kann´s auch übertreiben mitte Liebe zum eigenen Städtenamen. Monasteria Münster? Dödeldorfia Dödeldorf? – Tautologie nennt man so was inne Linguistik; oder sind das jetzt eher so Pleonasmen? Da sind sogar wir hier ratlos; aber auch zu faul, im DUDEN nachzublättern. Steht eh nur dummes Zeug drin. Wenn überhaupt. „Mallörisma“ steht nicht drin, „Hennes-Girl“ nicht und „Hennes-Fim“ schon mal überhaupt nicht. Von „Südkurvenslalom“ ganz zu schweigen. Scheiß Buch. Ab ins Altpapier.
Tautologie hin, Pleonasmus her – wichtig is´ auffem Platz, und da wird nicht geschnackt, sondern gekölnert, sprich: Fußball auf höchstem Qualitätsniveau geboten. Wobei die FCler es locker angehen lassen gegen die aktuell Tabellenachten ausse Regio Südwest. Man will hier ja auch nicht als Dreschflegel auftreten. Gewinnen: gut und schön, aber es soll immer auch Spaß machen und spannend sein. In Sachen Spielkultur stellt der FC höchste Ansprüche an sich selbst; das macht ihn einzigartig.
Trotzdem hätte man´s vielleicht auch nicht dermaßen ausreizen müssen. Nach hundertzwanzig Minuten steht´s immer noch nullnull, im Elfmeterschießen versenken sowohl Chihi und Lehmann als auch die ersten beiden Wormser, dann hält Horn Wittkes Flachschuß inne linke Ecke. Bigalke trifft nur den linken Pfosten, der nächste Wormser (Abele) zimmert den Ball unter die Latte. Schließlich macht Käpt´n Miso den Sack zu. Vier zu drei. Schwere Geburt. (Das kennt unsere Mutti auch; die diesen Käse hier gottseisgepriesen ja nie liest; sagt se zumindest.) Egal. Der FC ist weiter. Achtelfinale is´ inne Woche vor Weihnachten. Aber dann bitte wieder auf Kölle.

Während Hennes´ Team inne Pfalz gezaubert hat, waren gleichzeitig die Augsburger in unserem Heimstadion in Berg Fidel zu Gast. Ob unser kleines Schizo-Brüderchen (Anhänger von BoDo, Preußen MS und Vfl Osnabrück, und zwar alles gleichzeitig!) sich das angetan hat, wissen wir nicht. Mal morgen fragen. Anyway. Augsburg hat gewonnen. Tschüss Preußen. Nix mit Hupkonzert heute Nacht inne Innenstadt.

***

Der November (mochizuki no koharu – „kleiner Frühling“ im Japanischen, weil es dort (also in Japan) jetzt noch mal warm werden kann und manche Bäume dann spontan noch mal ausschlagen und Blüten bilden) steht – zumindest cineastisch – ganz im Zeichen vonne Bond-Filme. 50 Jahre gibt´s das Gekessel jetzt, und diese Woche läuft Streifen Nr. 23 an, mit allem Getute und Buhei, den der Reklameetat hergibt. Da scharwenzeln wir nicht lange ummen Glockenturm, sondern kucken mal, wer eigentlich unser ganz persönliches (also vonne Redaktion jetzt) Lieblings-Bond-Girl ist. Zweiundzwanzig DVDs, zweiundzwanzig Gramm Killer Haze Marke „Samuel Jackson´s Suicide“ sowie zweiundzwanzig Wodka-Martinis gegen Trockenheit inne Abzughaube später (was dann jetzt wäre) steht die Entscheidung denn auch wie immer mehrheitlich demokratistisch beschlossen fest: LOIS MAXWELL alias „Miss Moneypenny“ ist ab sofort SKS-Babe des Monats November. Die ist für Bond nämlich praktisch so was wie unsere Corinna für den Hennes, will heißen: Während der Chef im Außendienst Gladbacher und andere Ganoven versohlt, kümmert Fräulein sich um den Papierkram, trinkt Kaffee, hält den Ascher warm und hilft bei strittigen Fragen bzgl. Spesenabrechnung etc. pp. Und obwohl Bond baggert und baggert, läßt ihn Corinna, also den Hennes, trotzdem jedesmal mehr oder weniger höflich abblitzen. So gilt auch hier: Eile ist des Witzes Weile, und sowohl Bond als auch Hennes säßen ohne Ms. Moneypenny respektive Fräulein Schneck ziemlich dulle da und würden Knopfaugen machen, der Eine im GBH, der Andere beim MI6, weil se zum Bleistift wieder vergessen haben, dass am WE die Uhren umgestellt worden sind und se deswegen am Montag Morgen ´ne Stunde zu früh zur Arbeit gegangen sind und nu ziemliche Einsamkeit ausstrahlen, sozusagen, um sich herum, also wie bestellt und nicht abgeholt. Männer ohne Frauen halt.
Apropos Babe des Monats: Ein Geburtstagskind haben wir auch noch im Aufgebot. Micaela Schäfer, sintemalen allererstes Babe des Monats überhaupt, feiert Donnerstag ihren Neunundzwanzigsten. Die Südkurve singt Happy Birthday. Stell´ schon mal das Bier kalt, Micamaus; wir sind schon auffe Autobahn…

Champignon-Liga, neue Runde: Fohlengulasch á la Ukraine, erste Portion. Tom meets Zizou.

(Playoff, Runde 4, Hinspiel)

„Dynamo Kiew“. Auch ´n beknackter Name. Aber nicht so beknackt wie „Mönchengladbach“. Sui quique, wie der Lateiner sagt.
Die Borussenfahne weht wieder in Nachbars Garten! – Und ich dachte, ihr habt die geklaut. Könnte aber auch ´ne neue sein, sieht zumindest verdächtig neu aus. Falls sie das ist – ihr wisst ja, wo se hängt…
In der Halbzeitpause spielen se im Stadion im Borussia-Park Phil Collins. Sui quique halt. Da liegen die Hausherren bereits zwo zu eins zurück. Dabei haben die doch jetzt den Luuk. Reus-Ersatz für 12 Mios. Kann hier heute aber leider, leider auch nichts retten, de Jong. Macht zwar sein erstes Tor für Gladbach, aber leider innen falschen Kasten. Tja. Am Wochenende gegen die Pokaldeppen aus Hoffenheim. Vielleicht geht da ja was. Während Hennes gegen Erzgebirge Aue triumphiert. Die Welt ist schön.
Einmal schießt Arango aufs ukrainische Tor, der Torhüter wehrt jedoch lässig aus der Hüfte mit einer Hand ab. Das Wort, das Arangos Lippen daraufhin formen, könnte „hiejoputa“ sein.
Kurzum: Gladbach verscheißt hier heute mehr als verdient mit eins zu drei und kann sich damit von der Champignon-Liga gleich wieder verabschieden. Bye, bye. Vielleicht ja wieder 2028. Falls der Verein dann noch existiert. Das Heimpublikum geht bedröppelt nach Hause. Sui? Quique.
Schade, dass es nicht geregnet hat.

***

Im Anschluß gab´s im WDR „Tom meets Zizou“. Thomas Broich begann 2004 seine Profifußballerkarriere bei Mönchengladbach, konnte nicht mit Dick Advocaat, ging 2006 zu Köln, mit denen er die Schlümpfe aussem DFB-Pokal geschossen und dem FC unter C. Daum zum Wiederaufstieg verholfen hat. Broich trug damals in Köln die Rückennummer zehn.
Poldis Vorgänger.
Mit Daum konnte er allerdings auch nicht. Nächste Station: Nürnberg. Tiefe Depression. Kein Wunder, dass die von „11 Freunde“ den Film so toll finden. Heute lebt Thomas Broich als Dauercamper in Australien. Manchmal spielt er noch Fußball. Zwei Tage, nachdem wir unserer- wie seinerzeit den ersten Text für diesen Blog verfasst haben, hat er maßgeblichen Anteil daran, dass die Brisbane Roars australischer Meister werden. Das klappt auch ein Jahr später. Momentan ist Broich Australiens „Fußballer des Jahres“. Und Hennes wieder inne Zwoli.
Kann man sich fast schon denken, was der Lateiner wieder sagt.

21.08.2012

DFB-Pokal, Runde Eins, die Dritte: Der Rest vom Fest

Klebt die Hose inne Ritze, liegt´s häufig an des Trägers Hitze. Is´ aber auch ´n Brett diesertage. Sogar der leidige „kicker“ lobt den FC ob der veritablen Punkteabfische in (unter) Haching, gleichwohl die ansonsten bestimmt keinen Stoffhennes im Büro rumfliegen haben. Da kann man doch gleich mal noch ´n Taschenfass drauf aufmachen. Gegen die Hitze. Is´ ja morgens um acht schon dulle. Da hilft nur: viel trinken. Am besten immer schon „vor dem Durst“, also auch schon morgens, wie der Arzt sagt. Und wenn man Durst hat, dann aber erst recht. Rauchen hilft auch. Das kühlt gewissermaßen von innen. Besonders Menthol-Zigaretten, aber auch Ähnliches. Aber bloß keine brennenden Kippen wegschmeißen. Schon gar nicht inne Stadt. Am Wochenende wäre deswegen beinah fast ganz Mönchengladbach abgefackelt. Brennende Fluppe mitten inne Innenstadt ausm fahrenden Autofenster geschnippt. Grüner VW, Düsseldorfer Kennzeichen. Ein Kölner hat´s genau gesehn. Die Fahndung läuft. Die Feuerwehr ist dann gekommen und das Lokalfernsehen auch und hat die Kippe gelöscht und im kühlen Wald entsorgt. Schwein gehabt, Mönchengladbach.
Und jetzt wird´s auch noch schwül. Schwül ist, wenn´s gewittern will, aber aus irgendwelchen Gründen nicht kann. Zumindest nicht richtig. Da kannste ja an gar nichts anderes mehr denken. Zumindest als Mann. Selbst bei meiner Nachbarin denk´ ich mir mittlerweile was. Und bei der hab´ ich mir vorher noch nie was gedacht. Die Frau ist schließlich über 70.
Wetter. Was wollste da machen? Am besten gar nichts, sagt auch der Arzt. Vom WDR-Morgenmagazin. Den möcht´ ich als Chef haben. Schichtleiter reicht auch.
Na ja. Soll ja demnächst wieder kühler werden. Winter nennt man das dann. Brr.
Und damit man nicht demnächst im Schnee spielen muß, wurden flugs die restlichen Erstrundenspiele im DFB-Pokal zusammengestrichen und alle bereits gestern ausgetragen. Überraschungen gab´s keine; außer dasses keine gab.
Wenn Ausnahmen – wie es so schön heißt – die Regel bestätigen; dann müßte – logischer Umkehrschluß – die Abwesenheit von Ausnahmen die Regel widerlegen; oder doch zumindest im selben Maß entkräften.
Daran merkt man wieder, was das Volk gelegentlich fürn Stuss daherredet.
Der Betreiber einer Münsteraner Bio-Eisdiele im Lokalfernsehen:“Wenn ich verantwortungslose Eltern ein Schlumpf-Eis kaufen sehe, krieg´ ich schon ein bißchen die Wut.“ Aber selber nicht mal ´n Hennes-Eis im Angebot. Münster. Ganz schlimm. Oder, Klaus?
Allofs nickt.

Heute Abend Kiew die Daumen drücken. TV-Tipp: TOM MEETS ZIZOU (WDR, 22/30).