Archiv der Kategorie 'Tassensuppe & Obstsalat'

Corinna macht Mittag. Heute: Liebe Biene Maya oder: Weltuntergang gern, aber bitte nicht so

Am 21. geht ja nu bekanntlich die Welt unter.
Sprich: an einem Freitag, unmittelbar vor den Feiertagen, die dieses Jahr ausgesprochen arbeitnehmerfreundlich terminiert sind.
War irgendwie klar.
Und ist in dieser Form schon aus gewerkschaftlicher Sicht nicht hinnehmbar.
Also, liebe Maya-Priester: Wenn die Welt schon unbedingt kurz vor dem dicksten Feiertagscluster, den das Kalenderjahr zu bieten hat, untergehen muß, dann sucht euch doch bitte ein Jahr aus, in dem Heiligabend und Sylvester auf ´nen Samstag fallen. 2016 zum Beispiel. Oder noch besser: Ihr lasst die Welt am 2. Januar untergehen. Dann kann ich mir Sylvester noch schnell vornehmen, im nächsten Jahr aufzuhören mit rauchen. Oder am Aschermittwoch, da ist eh alles vorbei. Aber bitte nicht, wenn der auffen 13. Februar fällt, das ist schließlich das Gründungsdatum vom FC.
Setzt euch einfach noch mal hin und seid kreativ. Es eilt ja nicht. Das Jahr hat 365 Tage (365 Komma 25, um genau zu sein); und weder Gladbach noch Düsseldorf werden im kommenden Mai Deutscher Meister. Genau so wenig, wie der Steinbrück im September Kanzler wird.
Bis dahin wünschen wir
besinnliche Feststage und ´nen guten Rutsch! (und trinkt nicht so viel!)

Corinna macht Mittag. Heute: Bundestagswahl 2013 Spezial, Teil Eins – Die deutsche Behindertenfrage

Zehn Prozent der Deutschen sind behindert. Also offiziell, laut Statistik. (Zum Vergleich: Die FDP liegt aktuell bei vier Prozent.) Das ist natürlich bitter, besonders für die deutsche Wirtschaft, kriegen Behinderte doch bei jedem Pipapo Rabatte und Vergünstigungen. (Im Kino zum Beispiel zahlen Blinde nur knapp die Hälfte; was eindeutig ungerecht ist, zumindest bei Musicals.) Es muß also wieder mal umgedacht werden. Nur wohin diesmal?
Behindert ist man, wenn man einen Behindertenausweis hat. Den kriegt man vom Arzt. Der Arzt untersucht einen und sagt dann: behindert; oder eben nicht.
Vielleicht sollte man mal mit den Ärzten sprechen. Es muß ja nicht gleich jeder, der schielt, auch einen an der Kapuze haben.
Hier ist die Politik gefragt. Im Jahr 2050, so schätzen Experten, wird die Behindertenquote in Deutschland die Zwanzigprozent-Marke knacken. Bundesfamilienministerin Schröder und Bundesarbeitsministerin Von Der Leyen arbeiten bereits an einem entsprechenden Papier. „BRD – Behindertenrepublik Deutschland. Herausforderung als Chance“, so der Arbeitstitel. Noch zur Bundestagswahl 2013 soll eine behindertengerechte Fassung an alle deutschen Haushalte verabschiedet werden.

Corinna macht Mittag (und kuckt dabei n-tv)

Heil Zion!

Endlich! Endlich schlachten die Israelis wieder Palästinenser ab. Frauen und Kinder zuerst, haha. Dass wir das pflichtbewußt ganz toll finden, hat ja rein historische Gründe, andersherum hat sich der Muselmane in letzter Zeit auch nicht sonderlich beliebt gemacht bei uns gutem alten, kapitalistisch-imperialistischem Westen. Und außerdem schneiden die ihren Mädchen ja auch ständig die Schnecke weg und nähen se zu, damit se nicht auffen Strich gehen oder so. Voll frauenfeindlich. Also alles im Lot so weit. Jetzt müssen die Iraner nur noch mit ihrer Atombombe zu Potte kommen, dann können Amis und Nato endlich auch da einmarschieren, zwei Millionen Zivilisten massakrieren, Guatanamo aufmunitionieren und nebenher die iranischen Ölreserven ihrer biblischen Bestimmung zuführen. Das findet dann zwar der Papst wieder scheiße, der findet´s ja prinzipiell besser, wenn die Neger alle an AIDS verrecken, aber hey! – Wenn man´s immer allen recht machen könnte, wär´ doch auch langweilig. Oder?

Auch toll: In Deutschland steigen neuerdings die Reallöhne. Wenn das so weitergeht, sind se bald schon wieder auf dem Stand von 1999.
So hat´s in Griechenland auch mal angefangen…

Neulich im Redaktionsbüro, Folge 3856: Willibald Rising

Oscar:„Sag´ mal, Willibald: Jada Fires Titten. – Natur oder Sili?“
„Jada was? Was?“
Er hat´s nicht leicht, unser Willibald. Aber er soll ja schließlich was lernen. Und wie der Chef so schön zu sagen pflegt: Wer mit der Rute spart, verdirbt den Hund.
Der Chef:“Weißte, was richtig ekelhaft ist?“
Oscar:“So detailiert wie möglich bitte.“
Der Chef:“Wenn du in der Nase bohrst. So richtig tief drin. Und dann haste einen. So´n richtig Dicken. So´n Wurm. Ziehst ihn raus. Er klebt. Er spannt sich. Fletscht auf die Fingerspitze. Und dann steckst du ihn in den Mund. Beisst drauf. – Und dann ist da ´n Nasenhaar drin.“
Oscar:“Pfui Deibel!“
Der Chef:“So ´n richtig drahtiges, borstiges.“
Oscar:“Bah!“
Der Chef:“Mit kompletter Haarwurzel.“
Oscar:“Hör´ auf, ich muß gleich kotzen…“
Willibald hört den beiden zu. Mit völlig ausdruckslosem Gesicht. Oscar und der Chef kucken Willibald an, und Willibald kuckt Oscar und den Chef an.
Mexican Standoff.
Es ist so still, dass man – rein gar nichts hört.
Und Willibald sagt:“Also meine Freundin sagt, ab und zu ´n Haar im Rotz ist normal. Sie schluckt´s einfach mit runter. Wär´ ja auch albern, sich wegen so was extra den Pimmel zu rasieren.“
Sprach´s und widmete sich wieder seiner SportBILD.
Als ich ´ne halbe Stunde später wieder reingekommen bin, saßen Oscar und der Chef immer noch da und kuckten. Wie Karnickel im Scheinwerferlicht.

TASSENSUPPE & OBSTSALAT – CORINNA MACHT MITTAG. Heute: Wo der Chef so alles Hausverbot hat, Teil eins: Graswurzelrevolution Münster

Morgens, 14 Uhr 30, Büroalltag in Deutschland. Der Chef schneidet sich die Zehennägel. Oscar übt anhand einer Autogrammkarte die Unterschrift von Nana Mouskouri. Und dabei überlegen die beiden laut, wie´s mit Super sexy Manga Schulmädchen weitergehen könnte.
„Wie wär´s damit: Super sexy Manga Schulmädchen dringt in Dark Assholes düsteres Hightech-Schloß ein, um die finsteren Pläne auszuspionieren…“
„Hightech-Schloß?“
„Klar. Dark Assholes supersicheres Hightech-Schloß, hoch auf einem Berggipfel, von wo aus es seinen Schatten auf Future City wirft.“
„Okay. Und weiter?“
„Also: Super sexy Manga Schulmädchen dringt ins Schloß ein – und überrascht Pink Pussy nackt in der Badewanne.“
„Olala. Da wird die Pussy aber nicht nur faul im Wasser liegen, oder?“
„Na ja, Super sexy Manga Schulmädchen ist – wie der Name schon sagt – ziemlich sexy; und Pink Pussy ist ´ne dauerkirre Kampflesbe, also…“ Oscar zuckt mit den Achseln. Der Chef reibt sich die Hände. Oscar zitiert:“Zwei Stunden später liegen Pink Pussy und Super sexy Manga Schulmädchen keuchend und verschwitzt in den zerwühlten Laken. Keine von beiden hatte je zuvor so guten Sex gehabt.“ Der Chef fabuliert weiter:“Super sexy Manga Schulmädchen hat vorher noch nie Sex gehabt.“ Oscar:“Stimmt. Die ist erst zwölf.“ Man überlegt, wer die Hauptrolle in einem Super sexy Manga Schulmädchen-Film spielen könnte, und kommt schnell auf die phillipinisch-amerikanische Pornodarstellerin Lady May. Für die Rolle der Pink Pussy schwankt man zwischen Tarra White, Mya Diamond, Amy Reid und Monica Sweetheart. Oscar:“Hast du schon mal ´nen Lesben-Porno mit Monica Sweetheart gesehen?“
Der Chef:“Ne. Jetzt wo du´s sagst…“
„Du, Corinna?“
Mittelfinger.
Oscar:“Strange, oder?“ Weitere Namen, die fallen: Alaura Eden, Stephanie Swift, Krystal Summers, Lucie Lee, Daisy Marie, Angel Dark, Jada Fire. Bei Dark Asshole ist man sich wieder einig: Randy Spears. Ich misch´ mich ein:“Und wer spielt Supernegerbaby?“ Der Chef rollt mit den Augen. „Ach Gott, Supernegerbaby. Das war doch bloß ´ne Jux-Protestaktion. Vor zwei Jahren hab´ ich mal ´nen völlig albernen Jodokus-Text in einer Literaturzeitschrift veröffentlicht, da kam das Wort „Negerbaby“ drin vor. Bielefelds halbe und Münsters annähernd ganze pseudoliterarische Linke hat Zeter und Mordio geschrien. Bei den Gänseblümchenpflückern von der Graswurzelrevolution hab´ ich wahrscheinlich lebenslang Hausverbot. Aber so sind die Fundis nunmal, ob vom rechten oder linken Flügel. Verstehen keinen Spaß, außer wenn man auf ihren Feindbildern rumhaut.“
Oscar:“Die Wurzeln kannste eh nicht rauchen.“
Ich:„Und da ist dann Supernegerbaby hinten bei rausgekommen…“
„Zuerst hab´ ich so ´ne Art Verteidigungsrede geschrieben, ganz zivil, mit Hinweis auf Orwells „1984“, das Verbot von Wörtern, Stichwort: Sprachbereinigung und Faschismus etc. Aber dann dacht´ ich: Ihr könnt mich mal. Ich hatte ´n Top-Reizwort. Was schöneres gibt´s ja kaum. Und schon war Supernegerbaby geboren. Inspired by Graswurzelrevolution und einem gewissen Ralf B. aus Bielefeld.“
„Und?“
„Ich hab´ den Text dann bei der selben Zeitschrift zur Veröffentlichung eingereicht, aber da haben sie natürlich gekniffen.“
Oscar:“Und Super sexy Manga Schulmädchen?“
Der Chef zuckt die Achseln. „Feuchte Altherrenfantasie, schätz´ ich.“ Dann schneidet er sich weiter die Zehennägel. Oscar übt weiter die Unterschrift von Nana Mouskouri. „Zweite Liga“, sagt der Chef. „Zweite Liga ist Fußball an der Basis. Roh, dreckig, essentiell. Jedes Spiel eine Schlacht. Gladiatorenarena.“ Oscar:“Als Zweitligist den DFB-Pokal holen ist eh viel cooler.“ Chef:“Erheblich.“